HISTORISCHER HINTERGRUND

In alter Zeit lag das Finstertal im Machtbereich der Herrschaft Staufenberg.

 

Mehrere Frauen dieser Herrschaft wurden Opfer der Mutmaßung, durch Hexenkunst die Fruchtbarkeit der Obstbäume, die Milch der Kühe, das Fleisch der Ringer oder gar das Wetter verändert bzw. beeinflusst zu haben.

So z.B. die Dorothea, Welsch Hänfin zu Ortenberg. Aufgrund von Angaben dreier in Gengenbach verbrannten Weiber wurde sie als Hexe verhaftet.

 

Sie hatte den Bauch ihrer schwangeren Schwiegertochter berührt und das Kind trug nach der Geburt eine große Blutgeschwulst. Ferner ließ sie ein Gewitter entstehen und tötete schwangere Frauen, Kinder und viele mehr.

Sie war Ihrer Verbrechen zwar geständig, wurde trotzdem am 05. Juni 1573 lebend verbrannt.

Oder auch die Katharina, Frau des Werner Hansen, die ein so großes Gewässer (Unwetter mit Überschwemmung) hervorgerufen haben soll, dass sogar die Reben davon geschwommen sind.

 

Auch sind im Archiv folgende Aufzeichnungen über zwei Frauen zu finden, die in Nesselried als Dienstmagd tätig oder dort verheiratet waren.

 

Wir schreiben das Jahr 1602. Frau Brigitta Müller, eine Dienstmagd aus Durbach, in Nesselried tätig. Auch die Durbacherin Rosina, die mit Sebastian Müller, Bürger von Nesselried, verheiratet war, wohnte in Nesselried. Einige Jahre später, im Jahre 1609, wurden sowohl Brigitta Müller als Dienstmagd wie auch Rosina Müller als Ehefrau der Hexerei bezichtigt und angeklagt. Ihnen wurde beiden der Hexenprozess gemacht. Schließlich wurden beide im Jahre 1612 als Hexe öffentlich hingerichtet und verbrannt. 


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Historischer Hintergrund
Historischer Hintergrund der Finstertal Hexen Nesselied e.V.
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